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Galeria prüft 33 Standorte und verhandelt mit Vermietern über Perspektiven

29. Juli 2026

Galeria stellt 33 Filialen auf die Probe

Düsseldorf – Die Warenhauskette Galeria hat intern und gegenüber Vermietern eine Liste mit 33 Filialen bestätigt, bei denen Mietkonditionen neu verhandelt und Verkaufsflächen verkleinert werden sollen. Scheitern die Gespräche, drohen Schließungen und damit Arbeitsplatzverluste in mehreren Regionen Deutschlands.

Nach Angaben des Unternehmens wurden die betroffenen Häuser anhand von Kriterien wie Mietbelastung, Ertragskraft und Unterhaltsaufwand ausgewählt. Zudem fließt die strategische Bedeutung jeder Filiale in die Entscheidung ein. Geschäftsführer Tilo Hellenbock betonte, dass jedes Haus einzeln und ergebnisoffen betrachtet werde: «Die Voraussetzung ist, dass die Rahmenbedingungen vor Ort stimmen, aufseiten der Vermieter, der Kommunen und unsererseits.»

Schon im Juni hatte es Berichte gegeben, wonach mehr als 30 Filialen als Potenzialfilialen eingestuft worden waren und nur bei deutlichen Zugeständnissen der Vermieter weiter betrieben werden könnten. Einige Verhandlungen laufen bereits, andere sollen in den kommenden Wochen beginnen. Ziel sei es, für die betroffenen Standorte zeitnah eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive zu entwickeln.

Betroffene Standorte im Überblick

  • Baden-Württemberg: Freiburg (Europaplatz), Heilbronn, Mannheim, Offenburg, Singen
  • Bayern: Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen, München (Rotkreuzplatz), Würzburg
  • Berlin: Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm, Spandau
  • Brandenburg: Potsdam
  • Hamburg: Eimsbüttel
  • Hessen: Bad Homburg, Limburg an der Lahn
  • Mecklenburg-Vorpommern: Wismar
  • Niedersachsen: Braunschweig, Oldenburg
  • Nordrhein-Westfalen: Euskirchen, Kleve, Köln (Breite Straße, Hohe Straße, Nippes), Mülheim (Rhein-Ruhr-Zentrum), Münster (Salzstraße)
  • Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer
  • Sachsen-Anhalt: Magdeburg

Für Beschäftigte in den genannten Städten bedeutet die Ankündigung erhebliche Unsicherheit. Gewerkschaften und kommunale Vertreter fordern Mitbestimmung und rasche Gespräche mit allen Beteiligten, um Lösungen zu finden, die Schließungen vermeiden oder sozialverträgliche Übergänge ermöglichen.

Galeria betont, dass es nicht automatisch zu Schließungen komme, sondern zunächst um Verhandlungen mit Vermietern und Optionen zur Flächenanpassung gehe. Beobachter sehen dennoch in dem Schritt einen weiteren Beleg für die anhaltenden Herausforderungen des stationären Warenhandels in Deutschland, wo verändertes Konsumverhalten und hohe Fixkosten viele Häuser unter Druck setzen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: handelsblatt.com
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