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Schuhhändler Sutor meldet Insolvenz an – sechs Filialen in Bayern werden geschlossen

14. Mai 2026

Traditioneller Schuhhändler Sutor meldet Insolvenz an

Der bayerische Einzelhändler Sutor, seit 1934 Teil der regionalen Handelslandschaft, hat die Insolvenz angemeldet. Rund 400 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, nachdem für mehrere Gesellschaften des Unternehmens am 30. März 2026 Verfahren in Eigenverwaltung eröffnet wurden. Geschäftsführung und ein eingesetzter Sachverwalter arbeiten demnach parallel an einer Sanierung und dem Fortbetrieb.

Der Firmenhauptsitz befindet sich in Altdorf bei Landshut. In den vergangenen Jahrzehnten wuchs das Unternehmen auf 41 Filialen. Nach ersten Prüfungen ist nun klar, dass mindestens sechs Standorte in Bayern dauerhaft geschlossen werden: München-Moosach, Pfarrkirchen, Zwiesel, Kolbermoor sowie bereits geschlossene Niederlassungen in Regensburg und im Landshuter Industriegebiet. Auch das Zentrallager in der Landshuter Porschestraße soll nach Angaben der Verantwortlichen geschlossen werden.

Umschichtung statt kompletter Abwicklung

Der neue Eigentümer, der das Unternehmen Anfang Januar 2026 über eine Beteiligungsgesellschaft übernommen hatte, verfolge nach eigenen Angaben einen Sanierungs- und Konsolidierungskurs. Einkauf, Logistik und Verwaltung sollen zusammengelegt werden, Marken unter einem Dach gebündelt. Filialen, die nicht betroffen sind, sollen weiterhin unter den Namen Sutor und Happy Schuh betrieben werden. Ziel sei es, den persönlichen Kontakt zu Kundinnen und Kunden zu stärken, da der Ladenverkauf nach wie vor Beratungsbedarf decke.

Wirtschaftliche Gründe und struktureller Wandel

Als Ursachen für die Krise nennt die Geschäftsführung anhaltenden Preisdruck im Onlinehandel, verändertes Kaufverhalten und stark gestiegene Kosten für Personal und Energie. Der verstärkte Wechsel der Kundinnen und Kunden zum Onlinekauf habe die Margen gedrückt. Nach Darstellung der Verantwortlichen handele es sich bei dem Schritt um eine vorbereitete Insolvenz, die eine geordnete Sanierung ermöglichen soll.

Der Geschäftsführer äußerte sich dazu, dass durch angepasste Mietkonditionen mit Grundeigentümern ein erster Spielraum geschaffen worden sei und die Familie Sutor ihren Teil zur Restrukturierung beitragen wolle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in den betroffenen Filialen informiert; Fragen zu Abfindungen, Übernahmen oder innerbetrieblichen Maßnahmen werden derzeit geprüft.

Was nun für Beschäftigte und Kundinnen und Kunden bleibt

  • Rund 400 Arbeitsplätze sind akut betroffen, genaue Zahlen zu Weiterbeschäftigungen stehen noch aus.
  • Sechs Filialen in Bayern schließen, andere Standorte sollen weiterbetrieben oder neu ausgerichtet werden.
  • Das Zentrallager soll geschlossen werden, logistische Abläufe werden neu organisiert.

Die Entwicklung trifft eine Branche, die sich im Umbruch befindet. Für die Beschäftigten in Altdorf bei Landshut und in den betroffenen Standorten beginnt nun eine Phase der Unsicherheit. Die Verantwortlichen betonen, dass das laufende Tagesgeschäft fortgeführt werden solle, während parallel Verhandlungen mit Gläubigern und Eigentümern liefen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: nordbayern.de

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