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Migros zieht sich aus Deutschland zurück — Edeka übernimmt rund 200 Tegut-Filialen

15. März 2026

Migros verkauft Tegut, Edeka übernimmt Hunderte Filialen und sichert Arbeitsplätze

Frankfurt am Main — Der Schweizer Lebensmitteleinzelhändler Migros hat eine weitreichende Entscheidung getroffen: Die Supermarktkette Tegut wird aus dem Migros-Portfolio veräußert. Eine Vereinbarung sieht vor, dass Edeka rund 200 der bisherigen Tegut-Standorte in den genossenschaftlichen Verbund integriert. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

Nach Angaben beider Unternehmen wurde der Verkauf bereits unterzeichnet; zu Kaufpreisen machten sie keine Angaben. Edeka-Chef Markus Mosa bezeichnete die Einigung als Schritt, der «eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schafft». Ohne die Übereinkunft sei durch Schließungen der Verlust tausender Arbeitsplätze drohend gewesen.

Migros begründet den Rückzug aus Deutschland mit strukturellen Marktproblemen: Trotz umfangreicher Sparmaßnahmen hätten sich Umsatzrückgänge und ein verschärftes Wettbewerbsumfeld abgezeichnet. Tegut sei aufgrund seiner spezifischen Positionierung und vergleichsweise geringen Unternehmensgröße unter diesen Bedingungen langfristig nicht tragfähig. Optionen für einen Komplettverkauf an einen bislang in Deutschland nicht aktiven Händler hätten sich als nicht realisierbar erwiesen.

Offen bleibt, wie mit den restlichen Tegut-Filialen verfahren wird. Migros bestätigt, dass Gespräche mit weiteren Interessenten laufen. Tegut selbst wurde 1947 in Fulda gegründet, 2013 von Migros übernommen und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 7 700 Menschen in mehr als 300 Supermärkten in sechs Bundesländern, die Mehrheit davon in Hessen.

  • Kernpunkt der Einigung: etwa 200 Filialen wechseln zu Edeka
  • Transaktion hängt von kartellrechtlicher Prüfung ab
  • Zukunft der verbleibenden Märkte noch ungeklärt

Für Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte bedeutet die Vereinbarung zunächst Planungssicherheit. Ob der Markenname Tegut erhalten bleibt oder schrittweise verschwindet, bleibt eine strategische Entscheidung, die Edeka bislang nicht kommentiert hat. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell die Integration vorangetrieben und welche Folgen dies für die regionale Ladenlandschaft haben wird.

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