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IKEA schließt Callcenter in Rostock – 279 Arbeitsplätze stehen vor dem Aus

03. März 2026

Callcenter-Schließung trifft 279 Mitarbeiter

Rostock – Der schwedische Möbelkonzern IKEA hat entschieden, sein Customer Support Center in Rostock zu schließen. Nach Unternehmensangaben sollen wirtschaftliche Gründe, verändertes Kundenverhalten und die Digitalisierung die Strukturen nötig machen, die Zahl der Customer-Support-Standorte zu reduzieren.

Betroffen sind 279 Beschäftigte; das Callcenter soll voraussichtlich Ende August seine Arbeit einstellen. IKEA betont, dass die Einrichtungshäuser in der Region weiterhin geöffnet bleiben und Kundinnen und Kunden keine Einschränkungen beim Service erwarten sollen.

Unternehmensgründe und Standortfragen

Laut IKEA spiele neben der Veränderung der Kundenbedürfnisse auch das Auslaufen des Mietvertrags im Jahr 2026 sowie der Bedarf umfangreicher Investitionen in die Modernisierung des Standorts eine Rolle. Mit der Maßnahme reduziert IKEA die Zahl seiner Customer-Support-Center von drei auf zwei Standorte.

Unsicherheit für Beschäftigte

Für die Betroffenen bleibt die Nachricht ein harter Einschnitt. Das Unternehmen verspricht, organisatorische Änderungen mit Sorgfalt, Transparenz und Verantwortung zu begleiten und den Sozialpartnerprozess zu achten. Zugleich macht IKEA deutlich, dass das Ziel sei, einen konstruktiven und unterstützten Prozess für alle betroffenen Mitarbeitenden zu gestalten.

Kritik der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft Verdi bezeichnet die Schließung als massiven Einschnitt für Beschäftigte, deren Familien und die Region Rostock. Daniel Mucha von Verdi und Mitarbeiter am Standort erklärt, «besonders kritisch sehen wir den Umgang mit der betrieblichen Mitbestimmung. Der Betriebsrat wurde sehr spät informiert, noch bevor die Gesamtbelegschaft von der Entscheidung erfuhr.»

Verdi fordert nun Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan, um Kündigungen zu vermeiden oder sozialverträglich zu gestalten. Die Gewerkschaft kritisiert zudem, dass langjähriges Engagement der Beschäftigten mit Blick auf den Konzerngewinn nicht ausreichend gewürdigt werde.

Was jetzt wichtig ist

  • Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Gespräche über Übergangsregelungen, Unterstützung und mögliche Umplatzierungen an.
  • IKEA will die telefonischen Kundendienstleistungen vollständig aufrechterhalten und verspricht, dass Kunden keine Leistungseinbußen spüren sollen.
  • Die regionale Wirtschaft und Beschäftigungsstruktur in Rostock dürfte durch den Wegfall von fast 280 Stellen kurzfristig belastet werden.

Die nächsten Wochen sollen klären, wie viele Beschäftigte interne oder anderweitige Optionen erhalten und in welchem Umfang soziale Regelungen zum Tragen kommen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: nordkurier.de

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