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«Jetzt bewerben: Wie Schulabgänger noch Ausbildungsplätze finden»

04. August 2026

Berufe mit Zukunft öffnen jetzt Türen für Schulabgänger

Kiel — Die Industrie- und Handelskammer in Schleswig-Holstein signalisiert Hoffnung für alle, die bislang ohne Ausbildungsvertrag geblieben sind. Viele Unternehmen suchen weiterhin Nachwuchs und bieten attraktive Einstiegschancen, besonders im Einzelhandel, in Verkehr und Logistik, im Metall- und Schiffbau sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Sebastian Grothkopp, Leiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Lübeck, rät, nicht nur den einen Traumberuf zu fokussieren. Praktika helfen, Berufe praktisch zu erleben. Beratungsangebote der Arbeitsagentur, der Kammern und der Schulen sollten aktiv genutzt werden. Auch Bewerbungen außerhalb des unmittelbaren Wohnorts und das direkte Ansprechen von Unternehmen erhöhten die Chancen. Viele Betriebe freuen sich laut Grothkopp auch kurzfristig über Bewerbungen.

Zukunftsberufe mit Perspektive

Die IHK nennt Ausbildungsberufe mit hohem Zukunftspotenzial, die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Energiewende verbinden. Dazu zählen Fachinformatiker, Kaufleute für Digitalisierungsmanagement, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Mechatroniker, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Berufe rund um erneuerbare Energien und industrielle Produktion. Einige dieser Wege seien in der Öffentlichkeit weniger sichtbar, bieten aber besonders gute Karriere-, Weiterbildungs- und Verdienstmöglichkeiten.

  • Praktika zur Berufsorientierung nutzen
  • Beratungsangebote der Agentur und Kammern in Anspruch nehmen
  • Bewerbungen auch direkt an Handwerksbetriebe richten

Den IHK-Angaben zufolge beginnt für rund 6400 junge Menschen in Schleswig-Holstein am 1. August die Ausbildung, in einigen Berufen startet die Ausbildung am 1. September. Insgesamt liegt die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge derzeit 6,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ursache sei unter anderem die Umstellung von G8 auf G9 an vielen Gymnasien, wodurch ein kompletter Abiturjahrgang ausgefallen sei.

Auch die Handwerkskammer Lübeck ermutigt zur Bewerbung: Bewerbungen an Handwerksbetriebe könnten weiterhin erfolgversprechend sein, da sich kurzfristig Plätze eröffnen könnten. Der Ausbildungsbeginn im Handwerk sei nicht immer strikt an den 1. August gebunden. Für Unentschlossene biete das Freiwillige Handwerksjahr die Möglichkeit, bis zu vier Berufspraktika von jeweils drei Monaten zu absolvieren und so Einblicke in Betrieb und Alltag zu gewinnen.

Fazit: Wer jetzt aktiv wird, hat gute Chancen, noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Offenheit, praktische Erfahrungen und das direkte Ansprechen von Betrieben erhöhen die Chancen deutlich.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: mopo.de
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