Zentralen sollen schließen, Hunderte Arbeitsplätze bei Hellweg und BayWa in Gefahr
Zentralen sollen geschlossen werden, Hunderte Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
Dortmund • Die Sanierung der Baumarktkette Hellweg und der Tochter BayWa Bau- & Gartenmärkte bringt für rund 340 Beschäftigte die reale Gefahr eines Arbeitsplatzverlusts. Die Sanierungsgeschäftsführung teilte mit, dass viele Filialen zwar voraussichtlich an Investoren übergehen werden, die bisherigen Unternehmenszentralen in Dortmund und Garching jedoch geschlossen werden sollen.
Im Juni 2026 hatten beide Gesellschaften ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Essen beantragt. Als Belastungsfaktoren nannten die Verantwortlichen Lieferengpässe, geopolitische Unsicherheiten, eine Zurückhaltung der Verbraucher, steigende Mietkosten sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen. Trotz der Verfahren blieb der Geschäftsbetrieb bislang aufrechterhalten.
Hellweg betreibt nach eigenen Angaben derzeit 68 Märkte, vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet und rund um Berlin, und beschäftigt etwa 2 900 Menschen. Die BayWa Bau- & Gartenmärkte ergänzen das Netzwerk mit 46 Standorten und knapp 1 300 Beschäftigten. Insgesamt umfasst das Filialportfolio 114 Märkte.
Der laufende Investorenprozess habe großes Interesse hervorgerufen, erklärten die Sanierungsgeschäftsführer der Wirtschaftskanzlei Görg. Für wesentliche Teile des Portfolios lägen Übernahmeangebote verschiedener Investoren vor. Viele Märkte sollen künftig weitergeführt werden, allerdings nicht einheitlich unter einer neuen Marke, sondern unter unterschiedlichen Konzepten und Betreiberstrukturen.
Welche Standorte an welche Käufer gehen, sei noch nicht abschließend geklärt. Die Geschäftsführung plant, in rund zwei Wochen weitere Entscheidungen bekanntzugeben. Für Filialen ohne aktuelles Angebot setze man die Suche nach Investoren fort mit dem Ziel, auch hier bis Ende August eine Lösung zu finden.
Die Unternehmensleitung betonte, dass die Finanzierung des laufenden Betriebs für die kommenden Monate gesichert sei. Zudem werde die Zahlung der Gehälter nach Auslaufen des Insolvenzgeldzeitraums bis einschließlich Ende November 2026 sichergestellt, hieß es. Dies gelte auch für Beschäftigte in den Zentralen und für Standorte, für die noch keine Übernahmelösung feststehe.
Für die betroffenen Beschäftigten beginnt nun eine unsichere Phase. Betriebsräte, Gewerkschaften und kommunale Vertreter dürften in den kommenden Tagen Gespräche mit Investoren und Geschäftsführung führen, um mögliche soziale Härten abzufedern und Übergangsregelungen zu verhandeln.

16. August
Praktisch und flexibel: Sieben Minijobs, die Studienanfänger wirklich stemmen könnenKleine Jobs, großer Unterschied — so bleibt der Stundenplan heil und das Konto nicht leer
Weiterlesen ⮞

16. August
Zentralen sollen schließen, Hunderte Arbeitsplätze bei Hellweg und BayWa in GefahrZentralen dicht, Existenzen wackeln
Weiterlesen ⮞

16. August
Sieben flexible Minijobs, die Studieneinsteigern finanziell Luft verschaffen«Sieben Minijobs, die den Studienstart erleichtern»
Weiterlesen ⮞