Neue Satzung treibt Entwässerungsbeitrag hoch und verärgert Anwohner im Kreis Kaiserslautern
Entwässerungsbeitrag für Oberflächenwasser steigt und sorgt für Unmut
Kaiserslautern — Seit Jahresbeginn gilt eine neue Satzung, die für viele Grundstücksbesitzer im Kreis Kaiserslautern zu deutlich höheren Entwässerungsbeiträgen führt. Besonders ärgerlich für Betroffene ist, dass Maßnahmen zur Rückhaltung von Regenwasser auf dem eigenen Grundstück kaum noch finanziell honoriert werden.
Frühere Ersparnisse durch Regentonnen, Versickerungsflächen oder Versickerungsmulden wirken laut Bürgerinnen und Bürgern kaum noch, weil die Berechnungsgrundlagen geändert wurden. Wohnungs- und Hauseigentümer berichten von überraschend hohen Bescheiden und fühlen sich überrascht und schlecht informiert.
- Viele Haushalte sehen ihre jährlichen Belastungen steigen
- Eigene Investitionen in Klimaanpassung erscheinen weniger sinnvoll
- Diskussionen über soziale Ausgleichsmechanismen und Übergangsfristen nehmen zu
Kommunalpolitiker erklären, die Überarbeitungen der Satzung seien notwendig gewesen, um künftigen Instandhaltungs- und Modernisierungsaufgaben gerecht zu werden. Kritiker bemängeln jedoch den Zeitpunkt und die fehlenden Ausgleichsregelungen für private Vorsorgemaßnahmen.
In den nächsten Wochen sind Informationsveranstaltungen und weitere Beratungen angekündigt. Betroffene werden aufgerufen, Bescheide genau zu prüfen und sich bei Unklarheiten an die zuständige Verwaltung zu wenden.