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Galeria stellt erneut Insolvenzantrag — 12.000 Jobs stehen auf dem Spiel

06. Oktober 2026

Galeria stellt erneut Insolvenzantrag und 12.000 Jobs in Gefahr

Am 2. Oktober 2026 stellte die Warenhauskette Galeria den vierten Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Für rund 12 000 Beschäftigte bedeutet dies erneut massive Unsicherheit um ihre Arbeitsplätze. Nach den Insolvenzen 2020, 2022 und dem Zusammenbruch des Mutterkonzerns Signa 2024 zeichnet sich damit ein weiterer dramatischer Einschnitt ab.

Unternehmenskreise berichten, die Geschäftsführung habe die Pleiteanmeldung zur strukturierten Neuordnung eingereicht. Ziel sei es, laufende Zahlungen zu sichern und Gespräche mit Gläubigern und potenziellen Investoren gezielt zu führen. Konkrete Rettungszusagen oder Stellenpläne wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Filialen in ganz Deutschland sind betroffen: Beschäftigte berichten von unsicherer Stimmung in den Häusern, weniger Kunden und zurückhaltenden Lieferanten. Betriebsräte und Gewerkschaften zeigten sich alarmiert und fordern rasches staatliches und arbeitsrechtliches Einschreiten, um Kündigungen zu verhindern und sozialverträgliche Lösungen zu erreichen.

Analysten weisen darauf hin, dass die wiederholte Insolvenzfolge die Verhandlungsposition der Kette gegenüber Vermietern und Lieferanten weiter schwäche. Für die Innenstädte hätte ein teilweiser Wegfall von Filialflächen langfristige Folgen: Leerstände, veränderte Einkaufsströme und wirtschaftliche Einbußen für angrenzende Geschäfte.

Die jetzige Entwicklung dürfte auch politische Debatten neu entfachen: Wie viele Arbeitsplätze lassen sich durch Steeringmaßnahmen, Verkauf von Filialen oder Personalabbau erhalten, und inwieweit ist staatliches Eingreifen angezeigt, um soziale Härten zu mildern? Antworten auf diese Fragen sind in den kommenden Tagen zu erwarten, wenn Insolvenzverwalter, Gläubiger und Arbeitnehmervertreter erste Gespräche aufnehmen.

Die Lage bleibt prekär: Für die Beschäftigten ist die Ankündigung ein neuerlicher Einschnitt in eine seit Jahren andauernde Krise der Warenhausbranche.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: kleinezeitung.at
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