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Depot stellt Geschäftsbetrieb ein: 730 Beschäftigte betroffen, Marke soll erhalten bleiben

01. September 2026

Insolvenz zwingt Depot zur vollständigen Betriebseinstellung

Die Betreibergesellschaft der Deko-Kette Depot beendet zum 30. September ihren Geschäftsbetrieb. Grund ist Masseunzulänglichkeit: Das vorhandene Vermögen reicht nicht aus, um alle Verbindlichkeiten zu decken. Inhaber Christian Gries bestätigte, dass sämtliche Arbeits- und Mietverträge gekündigt werden und rund 730 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Stellen verlieren.

Die Beschäftigten wurden Mitte der Woche über die Entscheidung informiert. Bereits Ende Juli hatten erste Entlassungswellen begonnen, damals waren rund 350 Stellen betroffen. Depot steckt damit erneut in einer tiefen Krise: Erst 2024 war das Unternehmen erstmals insolvent, seither schrumpfte das Filialnetz drastisch.

Marke soll nicht unbedingt untergehen

Gries betont, dass das vollständige Aus der Marke nicht zwingend folgt. Er plant, die Marke in eine andere Gesellschaft zu überführen und in verkleinerter Form weiterzuführen. Von den aktuell noch etwa 50 Filialen sollen nicht alle bis Ende September geschlossen werden. Zugleich laufen Gespräche mit Vermieterinnen und Vermietern über neue Mietverträge. Zudem verhandelt Gries über die Fortführung kleiner Depot-Shops, die in Verkaufsflächen von Einzelhändlern wie Rewe oder Edeka integriert sind.

Harter Schlag für den Einzelhandel

Depot hat seinen Sitz in Großostheim in Unterfranken, betroffen sind aber Filialen und Beschäftigte deutschlandweit. Die Gründe für die erneute Insolvenz nennt das Unternehmen in der anhaltend schwierigen Rahmenlage: steigende Zölle, wachsende Konkurrenz durch Plattformen wie Temu und eine zurückhaltende Verbraucherstimmung. Vor einigen Jahren betrieb die Kette noch rund 400 Geschäfte; nach mehreren Schließungsrunden waren zuletzt nur noch etwa 50 Standorte aktiv.

  • Zum 30. September endet der Geschäftsbetrieb der Betreibergesellschaft.
  • Rund 730 Arbeitsplätze sind von Kündigungen betroffen.
  • Die Marke soll nach Möglichkeit in einer neuen Gesellschaft erhalten bleiben.

Der Fall von Depot steht exemplarisch für den Druck, dem der deutsche Einzelhandel derzeit ausgesetzt ist. In jüngster Zeit meldeten auch andere Non-Food-Anbieter und Baumarktketten finanzielle Probleme oder Insolvenzen.

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