Möbelhaus SIZ schliesst für immer – 65 Jahre Firmengeschichte enden mit Personalverlusten
Möbelhaus SIZ beendet nach sechs Jahrzehnten den Betrieb
Nach 65 Jahren Geschäftstätigkeit schliesst das Möbelhaus SIZ seine Türen. Inhaber Bruno Imboden nutzt einen grosszügigen Räumungsverkauf, um das Sortiment zu liquidieren; die Preisnachlässe reichen bis zu 70 Prozent. Die Entscheidung markiert das Ende einer regionalen Handelsgeschichte und trifft langjährige Angestellte hart.
Das in einem markanten roten Bau an der Kantonsstrasse gelegene Haus wurde 1961 gegründet und umfasst eine Ausstellungsfläche von rund 2000 Quadratmetern. Seit 1987 leitet Bruno Imboden den Betrieb. Auf der Firmenwebsite begründet er den Schritt mit fehlender Nachfolgelösung und seinem bevorstehenden Ruhestand: Er trete zurück und sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, weil sich keine geeignete Weiterführung des Geschäfts finden liess.
Die Konsequenzen sind konkret: Mehrere Mitarbeitende verlieren ihre Anstellung und stehen nun vor der Aufgabe, sich neu zu orientieren. Im Schreiben des Geschäftsführers klingt Dankbarkeit durch: «Ein Unternehmen ist nur so stark wie sein Team», heisst es, begleitet von guten Wünschen für die berufliche Zukunft der Beschäftigten.
Räumungsverkauf beginnt sofort
Die Räumungsaktion hat bereits begonnen. Möbel, Lampen, Vorhänge und Einrichtungsgegenstände werden stark reduziert angeboten. Das Geschäft versteht sich traditionell als Vollsortimenter für Privat- und Ferienwohnungsbedarf, vom Bürostuhl bis zum Sofa.
Teil eines grösseren Trends
Die Schliessung in Visp reiht sich ein in eine Reihe von Ladenschliessungen in der Schweiz. Kleine und unabhängige Fachhändler sehen sich seit Jahren einem verschärften Wettbewerbsdruck ausgesetzt: nationale Ketten bieten tiefere Preise und breitere Auswahl, während der Onlinehandel wachsende Marktanteile gewinnt. In mehreren Regionen gaben ebenfalls traditionsreiche Betriebe zuletzt auf, weil Nachfolgelösungen fehlten oder die wirtschaftlichen Bedingungen ein Fortführen erschwerten.
Für die Betroffenen in Visp steht nun die Suche nach neuen Perspektiven im Vordergrund. Die Gemeinde verliert einen langjährigen Anbieter im lokalen Detailhandel, und für viele Kundinnen und Kunden endet damit eine vertraute Einkaufsadresse.

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