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Viele Ausbildungsplätze und Jobs im Allgäu trotz leicht steigender Arbeitslosigkeit

04. August 2026

Wachsende Stellenangebote trotz leicht steigender Arbeitslosigkeit

Mindelheim — Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im Allgäu um 320 Personen gestiegen, die Arbeitslosenquote liegt nun bei 3,1 Prozent. Hauptsächlich betroffen sind jüngere Menschen unter 25 Jahren, die nach Schul- oder Ausbildungsende beziehungsweise nach dem Semester vorübergehend ins Arbeitslosengeldverfahren rutschen.

Gleichzeitig melden Unternehmen wieder mehr offene Stellen: Im Vergleich zum Vorjahr waren bei der Agentur für Arbeit deutlich mehr Vakanzen gemeldet, ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Fachkräften in der Region anzieht. Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, betont: «Der weiter ansteigende Arbeitsstellenbestand ist ein Hinweis auf die wirtschaftliche Potenz in unserer Region.» Das Allgäu bleibt damit eine der Regionen mit besonders niedriger Arbeitslosigkeit.

Unterallgäu: stabile Quote, aber mehr offene Stellen

Im Unterallgäu waren im Juli 2172 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 55 Personen mehr als im Vormonat und 63 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,4 Prozent und ist damit im Monats- und Jahresvergleich unverändert. Zugleich wurden 256 neue Stellen gemeldet, 58 mehr als im Vormonat. Insgesamt befanden sich 1545 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Besonders gefragt sind Fachkräfte in folgenden Bereichen:

  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Wirtschaftliche Dienstleistungen
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Baugewerbe
  • Handel und Verkauf
  • Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen

Ausbildungschancen sind weiterhin gut

Regionale Unternehmen haben bislang 1166 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet, etwas weniger als im Vorjahr. Rein rechnerisch kommen auf 100 Stellen 57 Bewerberinnen und Bewerber. Aktuell sind noch 470 Ausbildungs- und duale Studienplätze unbesetzt, vor allem in folgenden Berufen: Kaufleute im Einzelhandel, Industriekaufleute, Verkaufsberufe, Büromanagement und Zerspanungsmechanik. Für junge Menschen bieten sich damit weiterhin zahlreiche Einstiegschancen in der Region.

Die Entwicklung zeigt eine zweigleisige Lage: Kurzfristig sorgt das Ende von Schul- und Studienzeiten für einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, mittelfristig bleibt die regionale Nachfrage nach Arbeitskräften hoch. Unternehmen und Ausbildungsbetriebe im Allgäu setzen damit weiter auf Fachkräftegewinnung und Ausbildungsangebote als Antwort auf den Arbeitsmarktbedarf.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: augsburger-allgemeine.de
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