Small Foot zieht nach fast 40 Jahren weg und reißt 104 Jobs mit sich
Über 100 Arbeitsplätze betroffen: Standortaufgabe beendet eine Ära
Delmenhorst – Das traditionsreiche Holzspielzeugunternehmen Small Foot kündigt seinen Wegzug aus der Stadt an. Nach fast vier Jahrzehnten am Standort bedeutet der Schritt für die Region den Verlust von 104 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen bezeichnet den Umzug als strategischen Neuanfang, für Beschäftigte und Zulieferbetriebe hinterlässt die Entscheidung jedoch spürbare Unsicherheit.
Was der Wechsel für Beschäftigte und Region bedeutet
Geschäftsführer Pascal Adam, der 2021 die Leitung übernahm, erklärte laut Unternehmensangaben, der Standortwechsel eröffne neue Perspektiven für Produktion und Logistik. Konkrete Angaben zu neuem Sitz oder Übergangsregelungen für die Belegschaft wurden bislang nicht vollständig offengelegt. Betroffene Mitarbeiter stehen nun vor der Frage, ob sie Angebote zur Versetzung erhalten, Abfindungen ausgehandelt werden oder es zu sozialverträglichen Lösungen kommt.
Wirtschaftliche Folgen und Reaktionen vor Ort
Für Delmenhorst ist der Weggang eines langjährigen Arbeitgebers ein harter Schlag. Lokalpolitiker und Wirtschaftsakteure sprechen von einer Lücke in der regionalen Wertschöpfungskette, die Zulieferer, Dienstleister und Einzelhandel treffen dürfte. Arbeitsagenturen und die Stadtverwaltung kündigten an, Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung und Qualifizierungsmaßnahmen zu prüfen.
Ein Wandel in einer traditionellen Branche
Small Foot hat in den vergangenen Jahrzehnten mit handwerklich geprägtem Holzspielzeug das Profil der Marke geschärft. Der Schritt weg vom bisherigen Standort deutet auf wirtschaftliche Anpassungsprozesse hin, etwa zur Optimierung logistischer Abläufe oder zur Reorganisation der Produktion. Für die Beschäftigten ist damit nicht nur ein Arbeitsplatzverlust verbunden, sondern auch das Ende einer lokalen Tradition.
Die Stadt Delmenhorst und das Unternehmen stehen nun vor der Aufgabe, die Folgen des Wegzugs abzufedern. Details zu Zeitplan, konkreten Sozialplänen oder möglichen Angeboten an die Mitarbeiter stehen noch aus und sollen in den kommenden Wochen geklärt werden.