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Manager erwarten im Mai geringeren Stellenabbau – Branchen bleiben weiter unter Druck

29. Mai 2026

Manager planen im Mai weniger Stellenabbau

München — Laut einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts wollen deutsche Unternehmen im Mai insgesamt weniger Stellen streichen als im Vormonat. Das ifo-Beschäftigungsbarometer kletterte auf 93,9 Punkte nach 91,4 im April, doch mehr Firmen planen weiterhin Entlassungen als Neueinstellungen.

Die Lage ist uneinheitlich: Industrie, Logistik und Tourismus bleiben besonders belastet, im Groß- und Einzelhandel werden ebenfalls Stellen gestrichen. Die Bauwirtschaft meldet hingegen nahezu konstante Personalbestände. Dienstleister zeigen erste Anzeichen einer Erholung nach dem Einbruch im Vormonat.

Eine Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY bestätigt, dass die Industrie trotz leicht gestiegener Umsätze weiter Personal abbaut. Ende des ersten Quartals 2026 lag die Zahl der Beschäftigten in Industrieunternehmen rund 127 300 beziehungsweise 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hauptgründe sind die starke Exportabhängigkeit und wachsende Konkurrenz aus China.

Das ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Mai überraschend auf 84,9 Punkte. Das Bruttoinlandsprodukt legte im ersten Quartal um 0,3 Prozent zu; für das laufende zweite Quartal erwartet die Bundesbank jedoch eine Stagnation, unter anderem wegen der geopolitischen Unsicherheiten infolge des Kriegs im Iran.

Analysten mahnen zur Vorsicht: Die moderatere Planung beim Stellenabbau ist ein positives Signal, doch strukturelle Belastungen in Schlüsselbranchen und externe Risiken können den Arbeitsmarkt schnell wieder belasten. Für Regionen mit stark exportorientierten Betrieben bleibt die Lage fragil, während Dienstleister und Teile des Binnenhandels Hoffnung auf Besserung haben.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: zeit.de
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