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Kündigungsreport: Arbeitsmarkt in Bewegung — jeder dritte Erwerbstätige erlebte in fünf Jahren eine Trennung

03. Juni 2026

Jeder dritte Erwerbstätige in Deutschland erlebte in den letzten fünf Jahren eine Trennung vom Arbeitgeber

Eine aktuelle, repräsentative Studie des Softwareanbieters HR Works zeigt, dass die Fluktuation auf dem deutschen Arbeitsmarkt deutlich zugenommen hat. Insgesamt berichten 30 Prozent der Befragten, in den vergangenen fünf Jahren ihren Arbeitsplatz gewechselt zu haben oder entlassen worden zu sein.

Die Studie macht deutlich, dass der Anstieg vor allem in den Jahren 2024 und 2025 stattfand: Fast die Hälfte der gemeldeten Trennungen entfielen auf diesen Zeitraum. Zum Vergleich lag der Anteil im Corona-Jahr 2021 noch bei 19 Prozent.

  • 14 Prozent der Befragten waren von arbeitgeberseitigen Entlassungen betroffen
  • 16 Prozent kündigten ihr Arbeitsverhältnis selbst
  • Im Einzelhandel gaben 18 Prozent an, das Arbeitsverhältnis aus eigenem Antrieb beendet zu haben

Als häufigste Gründe für arbeitgeberseitige Trennungen werden betriebsbedingte Ursachen genannt (38 Prozent). Dahinter folgen Stellenabbau mit 12 Prozent und strategische Neuausrichtungen mit 7 Prozent. Bei 12 Prozent nannten Arbeitgeber die Leistung der Mitarbeitenden als Kündigungsgrund.

Bemerkenswert ist die wachsende Rolle von Künstlicher Intelligenz als Auslöser von Kündigungen. Während 2021 nur rund 1 Prozent der Entlassenen KI als Grund nannten, stieg dieser Anteil bis 2025 auf etwa 8 Prozent. Im Mittel geben 6 Prozent aller Entlassenen an, ihre Stelle sei durch KI-Entwicklungen überflüssig geworden.

Die Zahlen werfen Fragen auf, wie Unternehmen Transformationen sozialverträglich gestalten und wie Beschäftigte sich auf zunehmend technologiegetriebene Veränderungen vorbereiten können. Personalverantwortliche stehen vor der Herausforderung, Abbaumassnahmen transparent zu kommunizieren und Weiterbildung als strategisches Instrument zu stärken.

In Deutschland bleibt die Debatte um Arbeitsmarktpolitik, Weiterbildung und soziale Absicherung aktuell und drängend. Die Studie unterstreicht, dass sich das Personalkarussell weiter beschleunigt und sowohl Politik als auch Unternehmen Antworten finden müssen, damit Beschäftigte nicht die Verlierer dieser Umbrüche werden.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: lebensmittelzeitung.net
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