Innenstadt verliert Ladenlokal: Schuhfiliale schließt wegen hoher Mieten
Filiale schließt wegen hoher Mieten und zu geringer Kundenfrequenz
Die Schuhhandelskette zieht ihre Filiale in der Bahnhofstraße endgültig aus dem Stadtbild zurück. Nach Angaben der Geschäftsführung sind die hohen Mietkosten und die anhaltend geringe Kundenfrequenz der Grund für die Entscheidung. Der Verkauf im Laden wird am kommenden Samstag eingestellt.
In Saarbrücken hatten Mitarbeitende in den vergangenen Tagen begonnen, Ware umzupacken und Regale zu räumen. Der Konzern aus Hauenstein kritisierte zugleich die mangelnde Sichtbarkeit des Geschäfts am Standort und beklagte die Zusammenarbeit mit der Stadt als schwierig. Betroffene Beschäftigte wurden Angebote für Stellen in den Filialen in Neunkirchen, Bous und Saarlouis unterbreitet.
Weitere Schließungen seien derzeit nicht geplant, teilte die Geschäftsleitung mit. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende in der Umgebung wirft das Ende des Ladens Fragen nach der Attraktivität der Innenstadt und der Zukunft des Einzelhandels in stark frequentierten Einkaufsstraßen auf.
Die Entscheidung löst auch bei Stammkundinnen und Stammkunden Enttäuschung aus: Viele sehen in dem Schließungsfall ein Symptom für steigende Mietkosten in zentralen Lagen und veränderte Einkaufsgewohnheiten. Diskussionen über Leerstand, Quartiersentwicklung und städtische Unterstützung für den lokalen Handel dürften dadurch neue Nahrung erhalten.
Die Geschäftsführung betonte, dass außer der Filiale in Saarbrücken keine weiteren Standorte geschlossen werden sollen und dass für die betroffenen Mitarbeitenden Angebote zur Weiterbeschäftigung bestehen.