ifo: Beschäftigungsbarometer klettert, Stellenabbau verliert an Schwung
28. August 2026
ifo-Beschäftigungsbarometer zeigt leichte Erholung
München — Die deutschen Unternehmen planen weniger Personalabbau als im Vormonat. Das ifo Beschäftigungsbarometer stieg im August auf 94,8 Punkte nach 93,0 Punkten im Juli und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2025.
Nach Einschätzung von Timo Wollmershäuser ist die Entwicklung ein erstes Indiz für eine Stabilisierung: «Der Arbeitsmarkt zeigt eine leichte Aufwärtsbewegung». Zugleich betont er, dass in der Summe weiterhin Arbeitsplätze abgebaut werden.
Branchen mit gegensätzlichen Signalen
- Industrie: Der Stellenabbau hat an Dynamik verloren, das Barometer notiert auf dem höchsten Niveau seit März 2024. Dennoch planen viele Industriebetriebe weiterhin Kürzungen.
- Verarbeitende Bereiche: Positive Impulse kommen von Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Auch die Nahrungsmittelindustrie meldet Zuwächse bei der Beschäftigtenzahl.
- Handel: Trotz einer Verbesserung überwiegen in Groß- und Einzelhandel weiterhin die Absichten zum Personalabbau.
- Dienstleister und Bau: Bei Dienstleistern gleichen sich Expansions- und Kürzungspläne aus, die Beschäftigung soll insgesamt gehalten werden. Im Baugewerbe zeigt sich ebenfalls Stabilität.
In der Bilanz deutet das ifo-Barometer auf eine graduelle Erholung des Arbeitsmarkts hin, jedoch ohne eine flächendeckende Entwarnung. Die Ergebnisse basieren auf dem ifo Beschäftigungsbarometer für August 2026.
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