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Depot stellt bundesweiten Betrieb ein — 730 Mitarbeiter verlieren ihren Job

28. August 2026

Beliebte Deko-Kette stellt bundesweiten Betrieb ein und kostet 730 Mitarbeitenden die Stellen

Das Aus für die Filialen von Depot ist beschlossen: Die insolvente GDC Deutschland GmbH kündigt sämtliche Arbeitsverhältnisse und Mietverträge zum 30. September. Damit verlieren nach Unternehmensangaben rund 730 Beschäftigte ihre Anstellungen.

Das Unternehmen mit Sitz in Großostheim hatte bereits seit Mai ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung laufen. In den vergangenen Monaten waren etappenweise Filialschließungen angekündigt worden: Ende Juni fielen 66 von damals etwa 150 Standorten weg, bis August kamen rund 30 weitere hinzu. Pläne, etwa 50 eigene Geschäfte weiterzuführen, sind nun vom Tisch, weil die Kasse nach Angaben des Eigentümers Christian Gries leer ist und die laufenden Insolvenzfolgekosten nicht mehr gedeckt werden können.

Als Treiber der Krise nennt die Geschäftsführung die schwächere Konsumlaune und den wachsenden Preisdruck durch asiatische Billigplattformen wie Temu. Der Sanierungsexperte Alexander Höpfner von der Kanzlei ACT Tischendorf sieht ebenfalls keine Finanzierungsoption, die den Fortbestand der Kette über September hinaus sichern würde. Zu konkreten Verhandlungen und Zahlen haben Gries und Höpfner bislang keine detaillierten Angaben gemacht.

Gleichzeitig betont die Unternehmensleitung, die Marke nicht vollständig aufgeben zu wollen. Depot soll in eine andere Gesellschaft überführt und mit deutlich kleinerer Mannschaft fortgeführt werden. «Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden», sagte Gries. Unklar bleibt, wie viele der aktuell noch rund 50 verbliebenen Filialen tatsächlich gerettet werden können. Für die betroffenen Mitarbeitenden sind die Jobs jedoch bereits verloren.

Zusätzlich wird über kleinere Depot-Shops in Supermärkten verhandelt, etwa in Rewe- oder Edeka-Filialen. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Probleme im deutschen Non-Food-Einzelhandel: Verbraucher geben weniger aus, der Onlinehandel wächst, und Billiganbieter erhöhen den Wettbewerbsdruck. Zuletzt hatten bereits Händler wie Kodi, Mäc Geiz und die Baumarkt-Kette Hellweg finanzielle Schwierigkeiten gemeldet.

Die Schließung trifft Beschäftigte, Lieferanten und Kommunen. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche, Abfindungen oder Sozialpläne erhalten, ist derzeit noch offen.

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